Jeder hat den Begriff „fairer Handel“ schon gehört. Leider wissen aber noch nicht alle Menschen was dies überhaupt bedeutet. In vielen Supermärkten liegen faire Produkte, aber es fehlt die Aufklärung. Was bedeutet fairer Handel denn nun? Geht es nur um die Preise? Nein, es geht in erster Linie um die Preise, die der Produzent für die Produkte erzielt, aber immer mehr spielt auch der Umweltaspekt eine Rolle. Nahezu alle fairen Produkte stammen aus ökologischem Anbau. Dies war nicht immer so, aber der Trend geht eindeutig in diese Richtung.
Immer noch werden die Produzenten von Konsumgütern nicht gerecht entlohnt. Hergestellt wird in Billiglohnländern, ohne Rücksicht auf Verluste. Viele Menschen glauben, dass sich dies ausschließlich auf billige Produkte bezieht, aber das ist ein riesengroßer Irrtum.
Die Produktion einer Markenhose, die 200 Euro kostet, wird unter den gleichen Bedingungen hergestellt, wie eine Jeans für 20 Euro. Den Verdienst kassiert die Firma, der Produzent geht fast leer aus. Die Arbeiter in den Fabriken müssen für ein paar Cent am Tag unter unmenschlichen Bedingungen die Jeans herstellen. Dazu kommen noch die Vergiftungen durch die Schadstoffe, die bei der Färbung und Herstellung eingesetzt werden. Leider ist der Arbeitsschutz in den Niedriglohnländern nicht Standard und die Mitarbeiter verfügen nicht einmal über Schutzkleidung. Nicht einmal Handschuhe stehen zur Verfügung, um zumindest die Hände zu schützen. Da wird vollkommen ohne Schutz und bloßen Händen mit giftigen Substanzen gearbeitet. Da wundert es niemanden mehr, wenn das Ergebnis schwere gesundheitliche Folgen sind. Beim fairen Handel sind in erster Linie vernünftige Arbeitsbedingungen, aber auch anständige Löhne ein muss. Unter vernünftigen Arbeitsbedingungen versteht der faire Handel, die Einhaltung von Pausen und das Tragen von Schutzkleidung und noch vieles mehr. Im Bereich Bekleidung handelt es sich zum größten Teil um Naturtextilien. Krebs erregende und allergieauslösende Stoffe werden vermieden. Die kommt nicht nur den Produzenten zugute, sondern auch uns Verbrauchern in den westlichen Ländern. Die Schadstoffe, die in konventionelle Kleidung enthalten sind, dringen durch die Haut in den Körper. Vor allem Kinder sind gefährdet, da ihre Haut noch dünn ist.
Jeder, der sich selbst und auch den Arbeitern in den Billiglohnländern etwas Gutes tun möchte, sollte sich näher mit dem fairen Handel beschäftigen.
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