Öko-Label und ihre Bedeutung
13. Dezember 2009 von Sybille
Haben Sie sich auch schon gefragt, was Öko-Label aussagen? Und das vermutlich zu recht, denn es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Öko-Labels, die nach unterschiedlichen Prüfkriterien vergeben werden. Weit verbreitet ist das Label „Öko-Tex-Standard 100“. Dieses besagt, dass das Kleidungsstück oder Produkt auf Schadstoffe hin geprüft wurde. Es macht jedoch keine weiteren Angaben über verwendete Ausgangsmaterialien und unter welchen Arbeitsbedingungen das Produkt hergestellt wurde.
Das „Europäische Umweltzeichen“ wird für Textilien vergeben, die umweltfreundlich hergestellt werden. Dabei ist die geringe Verschmutzung der Gewässer bei der Herstellung ein wichtiges Prüfkriterium. Daneben werden auch die eingesetzten Materialien geprüft, sowie die Hilfsstoffe, die bei der Verarbeitung verwendet wurden und zu guter Letzt das gesamte Endprodukt. Die Europäische Kommission ist für die Vergabe des Umwelt-Labels verantwortlich. Eine unabhängige Stelle prüft zuvor alle Anträge. Wurde das Label vergeben, darf es nur eine gewisse Zeit verwendet werden. Danach bedarf es erneut eine Antragstellung. Auf diese Weise kann der Verbraucher mit gutem Gewissen auf das „Europäische Umweltzeichen“ vertrauen.

Daneben finden wir auch häufig das Siegel „Fairtrade Certified Cotton“. Dieses Label wird nur für Produkte vergeben, die fair gehandelt werden. Das bedeutet, dass eine gerechte Bezahlung der Kleinbauern gewährleistet ist. Mit dem Label sollen daneben umweltfreundliche Methoden gefördert werden. Zwar wird im Labelnamen der Begriff Cotton genannt, doch schreibt Transfair nicht zwingend vor, dass es sich um Bio-Baumwolle handeln muss. Jedoch garantiert das Ökolabel, dass kein genmanipuliertes Saatgut zur Anwendung kommt und die Produkte nicht durch Zwangs- oder gar Kinderarbeit produziert werden.

Strenge Bedingungen müssen für das internationale Label „GOTS“ (Globale Organic Textile Standard) erfüllt sein. Die Rohstoffe müssen zu 90% aus ökologischem Anbau stammen. Auch bei der Verarbeitung dürfen nur ökologisch unbedenkliche Stoffe und Methoden zum Einsatz kommen. Kinder- und Zwangsarbeit für die Herstellung ist absolut verboten und eine gerechte Bezahlung der Arbeit wird vorgeschrieben und auch nachgeprüft. Insgesamt können Verbraucher bei solch gekennzeichneten Produkten davon ausgehen, dass hier alles gesund und fair hergestellt wurde.
Höchste Umweltansprüche und Bedingungen werden für das Label „Naturtextil-Best-Gütezeichen“ gefordert. Das Label vergibt der Internationale Verband der Naturtextilien (IVN). Anders wie beim Label „GOTS“ müssen die Ausgangsprodukte für die Textilien zu 100% aus ökologischen Fasern bestehen. Die Verarbeitung wird ebenfalls streng geprüft und muss nach ökologischen Kriterien erfolgen. Natürlich sind Zwangs- und Kinderarbeit verboten und eine gerechte Bezahlung der Arbeiter absolute Pflicht.

