Saubere Mode erobert den Markt
13. Februar 2009 von Sybille
Der Markt für “saubere Kleidung” wächst extrem schnell. Selbst einige “Big Players” haben den verantwortungsbewussten Konsumenten entdeckt, beispielsweise bieten Moderiesen wie H&M, C&A oder Zara seit 2007 Teile ihrer Kollektionen aus Biobaumwolle an. Wer jedoch glaubt, die Modewelt werde nun endlich gut, den müssen wir leider enttäuschen: Noch immer hat nur eine kleine Minderheit in der Modeindustrie begriffen, dass es hier nicht um einen kurzlebigen Trend, sondern um eine dauerhaft veränderte Haltung zu Werten wie Moral, Ethik und Umweltschutz geht. Erst wenn die Großabnehmer dies zum Beispiel durch langfristige Abnahmegarantien für Baumwollbauern unter Beweis stellen, kann von Nachhaltigkeit auf dem Textilsektor die Rede sein. Trendige Labels wie Armed Angels oder Howies aus Großbritannien beweisen, dass ein konsequent öko-fair ausgerichtetes Unternehmenskonzept für coole Kleidung keine Eintagsfliege sein muss. Auch im Einzelhandel findet man immer vielfältigere Angebote für öko-faire Mode.
Die aktualisierte dritte Auflage der Textilfibel vom greenpeace magazin bietet Ihnen aktuelle Adressen und Tipps zum verantwortungsbewussten Umgang mit unserer zweiten Haut. In einfachen Worten und Grafiken informiert das greenpeace magazin übersichtlich zu Themen wie Herstellung, Pflege und Zertifikate. Denn die schadstoffärmste Baumwolle nützt wenig, wenn in der industriellen Produktion eine Chemiekeule aus Farbstoffen oder Formaldehyde hinzukommt. Wichtig sind natürlich nicht nur Anbau und Herstellung der Ware, sondern auch faire Produktionsbedingungen. Infolge der globalisierten und arbeitsteiligen Produktion von Bekleidung spielen auch die Transportwege und damit der CO²-Ausstoß eine wichtige Rolle.
Wir Konsumenten können mit unserer Kaufentscheidung die Weichen stellen. Mit dem Kauf konventioneller Markenware finanzieren wir lediglich riesige Werbebudgets - mit vergleichbar teurer, zertifizierter Ökokleidung investieren wir hingegen in saubere Rohstoffe, faire Löhne und eine verantwortungsvolle Produktion.
Fragen Sie deshalb bei jedem Einkauf kritisch nach! Und denken Sie - bei allem Trendgerede - daran: Wirklich nachhaltige Bekleidung ist jene, die Sie länger als eine Saison tragen.
Die Textilfibel können Sie hier kaufen:
www.greenpeace-magazin.de/warenhaus